Versprechen halten heißt Vertrauen schaffen

Über 100 Jahre ist das Familienunternehmen Bußmann alt. Das klingt vielleicht nicht gerade nach "Start-up". Aber schauen Sie sich einmal an, welche Veränderungen unser Geschäft bis heute gemacht hat und wo wir unsere Erfahrungen gesammelt haben. 

1898 - Befestigung in den Niederlanden
 
Seit unserer Gründung im Jahre 1898 steht der Familienname BUSSMANN für ganz unterschiedliche Menschen und Geschichten. Bernhard Bussmann begann das Geschäft im Handel und dem Lagereiwesen. Im südlichen Schwarzwald kaufte er Holzbohlen (Rammpfähle) und handelte sie weiter. Die Pfähle wurden in den Niederlanden benötigt, um die wässrige Erde zu befestigen.
 
Per Dampfeisenbahn kamen die Eichen- und Buchenstämme nach Vreden, wurden hier auf Pferdefuhrwerke umgeladen und dann am Hof weiterverarbeitet. Ihren Bestimmungsort fanden sie dann wieder ab Grenzbahnhof per Zug in Rotterdam und anderen Städten unseres Grenznachbarn. Wenn Sie so wollen, hatte er den Verkehr schon damals intermodal organisiert.
 
1932 - Ein Deutz aus Berlin
 
1922 entschloss man sich zur ersten großen Investition, ein Lanz-Bulldog Schlepper sollte die Arbeit erleichtern. Den Pferdefuhrwerken blieb man für Fahrten im weichen Waldboden dennoch treu, so dass sie noch bis 1955 ihre Arbeit machen sollten. 1932 reiste man gar zur Messe nach Berlin, ein Deutz-Trecker mit 55 PS wurde für 7.000 Reichsmark erstanden.
1933 kam gleich ein zweiter Schlepper mit 35 PS hinzu, fortan wurden Zement, Ziegelsteine, Holz und Kohle aus dem Ruhrgebiet transportiert, damals eine Tagesreise.
 
Die in Vreden und Umgebung beheimatete Textilindustrie war natürlich auch ein guter Auftraggeber, bis in den Wirren der Nazidiktatur die Firma Ihren "Beitrag" leisten musste und wie aufgelöst schien: Für den Krieg gegen die Niederlande wurde das Firmenfahrzeug konfisziert und unser erster Angestellter, der Niederländer Holkers, gleich mit. Glücklicherweise kam Angestellter wie Fahrzeug heil zurück.
 
Nach 1945 führte Gerhard Bussmann zusammen mit Arnhold "Nols" Bussmann das Geschäft weiter. Schon 1948 wurde in eine Hanomag Zugmaschine investiert, wieder waren Kohle, Zement, Ziegel, Kies und Baumwolle die Transportgüter, vieles noch in Säcken verpackt. Die Söhne Bernhard, Werner und Hermann halfen damals natürlich mit. Werner, noch ohne Führerschein, musste mit dem Pferdefuhrwerk vorlieb nehmen. Damals legten die Brüder auch das Geld für den ersten Reisebus zusammen. Werner führt heute sein "Weltenbummler Reisen", Bernhard übernahm als Ältester den elterlichen Bauernhof.
 
1958 - Anfänge am Wendfelder Damm


Hermann Bußmann übernahm 1958 das Geschäft. Als gelernter Schreiner vorrangig mit dem Motorrad unterwegs, erbte er eine kleine Wiese am Wendfelder Damm 22, auf dem er eine Werkstatthalle baute.
 
Spezialisiert war man auf den Kiestransport, alle Bauunternehmer der Kreise Ahaus, Steinfurt und Coesfeld wurden mit 8 "Kiesbombern" mit Zement und Kies aus Wesel im Akkord beliefert. Wenn man an die damaligen Arbeitsumstände denkt, noch wirkliche Schwerstarbeit. Nach und nach fanden mehr Menschen bei der Firma Arbeit (z.B. Hubert Gebing, Herbert Scheithauer) Ein Baukran gehörte auch zum Inventar, dazu führte man noch Erdbewegungen durch.
 
Die Nähe zum Baugewerbe führte dann 1966 zur Gründung der "Baustoffzentrale Bussmann", die wir bis zum Ende des Baubooms erfolgreich führten, aber auf unserem neuen Betriebsgelände nicht mehr weiterführen. Damals kam der Containerdienst als weiteres Standbein hinzu.
 
Als einer der ersten Unternehmen in der Branche begannen wir in 1974 mit der Arbeit als Silofachspedition. Viele Güter waren bis dato noch in Säcken verpackt gewesen, ein wenig ökonomischer und hygienischer Transport. Staub- und Rieselgüter (von Produkten für die chemische Industrie bis hin zu Nahrungsmitteln wie bspw. Kakao). Die Nachfrage nach dieser Art von Transport wuchs wie die Firma erheblich und erreichte mehr als 10 Millionen Mark Umsatz. Von da an waren unsere Fahrzeuge in ganz Europa anzutreffen, ob in Frankreich oder Süditalien. In Paderborn wurde 1976 eine Niederlassung eröffnet.
 
 
Nach wie vor sind wir für diese Art von Transport bekannt, die übrigens immer noch von Günter Scholz disponiert wird, der schon die Anfänge dieser Sparte als junger Angestellter erlebte. 1989 nutzen auch wir unsere Chance in den neuen Bundesländern. In Zossen-Dabendorf aus (bei Potsdam) gründeten wir eine Gesellschaft und fuhren auch von dort aus im internationalen Güterfernverkehr. Mitte der Neunziger wurden auch die ersten Kühlauflieger in Dienst gestellt, mit denen Qualitätslebensmittel frisch an Ihre Verbraucher ausgeliefert werden.
 
1998 - 100 Jahre Firma Bussmann
 
1997 stellte die Stadt Vreden nach jahrelangem Umsiedlungswunsch endlich das Grundstück im Industriegebiet in Gaxel zur Verfügung. In nur einjähriger Bauzeit wurde 1998 an der Max-Planck-Str. 24 auf 20 000 qm der Sitz für die Spedition eingerichtet und die Entsorgungsdienstleistungen organisiert. Im zweigeschossigen Büro koordinieren wir unsere Geschäftstätigkeiten. Die Hermann Bussmann GmbH bietet z.Zt. mehr als 60 000 qm Lager, Industrie- und Gewerbeflächen an, die im Westmünsterland für unsere Kunden betreut und verwaltet werden. Die internationalen Transporte wurden nach Ende des konzessionierten Güterfernverkehrs nun mehr und mehr als Frachtführer durchgeführt.
 
2004 - eine neue Generation tritt ans Ruder
 
2004 begann der Generationswechsel erneut, Jens und Markus Bussmann traten als Gesellschafter ein. Jens führt fortan als Geschäftsführer das Unternehmen und formte das Unternehmen beständig und zielgerichtet um. Die Kostenstruktur als Subunternehmer war eine optimale Voraussetzung für diesen Positionswechsel, zudem ließ sich das Unternehmen sowohl nach DIN ISO 9001:2000 zertifizieren und ebenso nach CEFIC SQAS.
 
Fortan konzentrierte sich Jens Bussmann auf den Aufbau einer professionellen Managementstruktur. In den folgenden Jahren wurde mit der Logistik ein neues Geschäftsfeld eröffnet, das die Wertschöpfung unserer Kunden an vielen Stellen unterstützt und die Supply Chain verbessern soll.
 
Um die Entwicklung auch optisch zu begleiten, begann 2008 die Hermann Bussmann GmbH, sich ein neues Aussehen zu geben. Das neue Logo ist das offensichtliche Zeichen dieser Erneuerung. Es soll Dynamik, Solidität und Selbstbewusstsein zeigen und die Unverwechselbarkeit des bestehenden Logos weiterentwickeln.
 
Die Stammfarbe der Fahrzeuge von Grün/Rot/Silber wurde seit Ende der 90er Jahr auf die neue Grundfarbe Blau/Rot/Silber umgestellt. Rot symbolisiert Feuer, Dynamik, Vitalität, das Blau Erfahrung, Solidität und Organisation. Silber ist das Edelmetall, dass für die Fahrer betont: Unsere Ladung ist wertvoll und wir transportieren Werte in wertigen Maschinen. 
 
Für die Gegenwart und Zukunft gehört es zu den wichtigsten Aufgaben, für die Kontinuität unserer Entwicklung zu sorgen und die Leistungsfähigkeit weiterzuentwickeln. Wir wünschen uns, dass der Charakter des Familienunternehmens auch im offenen Europa für Freundlichkeit und persönliche Einsatzfreude steht, die wir Ihnen gerne unter Beweis stellen wollen und sich sinnvoll um Managementkompetenz ergänzt.

Hermann Bussmann GmbH
Max-Planck-Str. 24
48691 Vreden
Tel.: +49 (0) 25 64 - 93 60 - 0
Fax: +49 (0) 25 64 - 93 60 - 60
E-Mail: info@hbussmann.com